Das Kreuz ist im Christentum das mit Abstand wichtigste Symbol. Die horizontale Linie verkörpert dabei die Beziehung zwischen allen Menschen auf der Erde, werden die vertikale Linie die Beziehung zwischen den Menschen und ihrem Gott symbolisiert.
Bereits im Jahre 431 wurde das Kreuz als offizielles christliches Zeichen eingeführt. Es verkörpert die Leiden und den Tod Jesu Christi mit seiner anschließenden Auferstehung. Somit ist das Kreuz auch in mit dem Thema Schuld und Sühne verbunden. Über die Jahrhunderte hat das Kreuz jedoch auch vielfach Verwendung außerhalb der Kirchen gefunden, so wird es heute beispielsweise zum Schutz des Eigenheims verwendet, indem man ein Holz- oder Metallkreuz über der Tür an der Wand anbringt.
Weiterhin kennt man das Kreuz im Christentum als Symbol für den Übergang vom Irdischen ins Himmlische. Aus diesem Grund wird das Todesdatum einer Person oft mit einem davorgestellten Kreuz gekennzeichnet. Analog dazu findet man das Kreuz auch als Grabstein auf Friedhöfen, beziehungsweise als dekoratives Element auf Grabsteinen unterschiedlichster Form vor.
Doch das Kreuz steht nicht nur als Symbol für Leiden, Schuld und Sühne. Es verkörpert auch die Aufopferung und Hilfe der Menschen untereinander. Aus diesem Grund findet man das Kreuz heute als Leitsymbol vieler Hilfsorganisationen vor, man denke dabei z. B. an das Malteserkreuz, Johanniterkreuz und andere Formen.
Bemerkenswert ist auch, dass viele sakrale Bauten wie Kirchen, Kathedralen oder Klöster den Grundriss eines Kreuzes aufweisen. So bestehen viele Kirchen aus einem längeren Hauptschiff, das durch zwei kürzere Seitenflügel ergänzt wird. So bildet sich die Grundform eines Kreuzes heraus.